Das kann der neue Thermomix TM7

Das lange Warten und die Spekulationen haben endlich ein Ende. Rund sechs Jahre nach der Veröffentlichung des TM6, bringt der Hersteller Vorwerk seinen neuesten Schatz raus – den TM7. Der Hype um das neue Thermomix-Modell ist riesig und wird fast so groß gefeiert wie ein Pop-Star. Hunderte von Menschen tummelten sich am 14. Februar in Berlin, um beim Launch des neuen Produktes dabei zu sein. Beim Mega-Event wurden neue Funktionen und Features sowie das moderne Design vorgestellt und präsentiert. Aber lohnt sich der Thermomix TM7? Ist er wirklich besser als sein Vorgänger, der TM6? Wir haben die wichtigsten Informationen zum neuen Thermomix für euch parat.

Design und Display: Moderner Look und ein Touchscreen-Update

Die neue Thermomix-Version überzeugt mit seinem stylischen, mattschwarzen Design. Der TM7 setzt auf ein modernes Erscheinungsbild, das sich perfekt in die Küchen der Kundinnen und Kunden einfügt. Damit ist Vorwerk dem Feedback von rund 50% seiner Community nachgekommen und hat die Optik seines Produktes, wie gewünscht angepasst – minimalistisch und elegant. Aber nicht nur optisch ist das neue Design ein Hit – es ist auch noch ziemlich praktisch. Das Gehäuse hat den Vorteil, dass Fingerabdrücke kaum sichtbar sein sollen, was das ständige Putzen vermeidet. Außerdem dient das Cover insbesondere zur Isolierung des Mixtopfes und schützt euch damit vor Verbrennungen.  

Das Highlight bleibt wohl aber das 10-Zoll-Display mit Touch-Funktion, das ganze 47% mehr Fläche bietet als sein Vorgänger – das erleichtert euch die Lesbarkeit von Rezepten und Anleitungen. Außerdem fällt der physische Drehknopf weg – einfach auf den Bildschirm tippen und los geht’s. Außerdem gibt über dem großen Display auch noch LED-Lichtleiste – ein echter Blickfang, der aber auch das Einfüllen von Zutaten zusätzlich visualisieren soll.

Leistung und Zubehör

Das Fassungsvermögen hat sich zu seinem Vorgängermodell nicht verändert. Mit einer Größe von 25,6 x 40,5 x 12,2 Zentimeter, fasst das Gehäuse des TM7 ebenso 2,2 Liter. Neben einem neuen XXL-Display, hat Vorwerk allerdings auch das Zubehör erneuert und vergrößert. Anstelle eines runden Varoma-Behälters, erhaltet ihr ein rechteckiges Exemplar mit deutlich mehr Fassungsvermögen. Im Gegensatz zum TM6 sind es nun 6,8 Liter anstatt 3,3L – rund 106% mehr also. Das erleichtert euch das gleichzeitige Garen größerer Mengen beim Kochen.

Außerdem hat Vorwerk das Heizsystem des neuen Produktes verbessert und einen 500-Watt-Synchronmotor eingesetzt, der dafür sorgt, dass der TM7 deutlich leiser als sein Vorgänger ist. Im Vergleich: Auf Stufe 1 erreicht der TM6 ganze 63 Dezibel. Die Lautstärke beim TM7 auf der gleichen Stufe, beträgt weniger als die Hälfte – 30 Dezibel. Dank der exponentiellen Natur der Skala ist der TM7 damit weit unter der halben Lautstärke seines Vorgängers. Das bietet natürlich vor allem in offenen Küchen einen Vorteil. Die Drehzahl des neuen Thermomixes reicht dabei von 40 U/min bis zu 10.700 U/min und ermöglicht somit vielfältige Zubereitungsmethoden für unterschiedlichste Rezepte.

Spritzschutz und Messbecher der Vorgängermodelle sind allerdings nicht mehr beim TM7 enthalten – laut Hersteller aber auch nicht mehr erforderlich.

Neue Funktionen: Innovationen für mehr Komfort

Vorwerk hat euch mit seinem neuen Produkt zwar lange auf die Folter gespannt, dafür scheint sich das Warten aber gelohnt zu haben. Der TM7 glänzt mit neuen Features, die Thermomix-Begeisterte definitiv überzeugen sollten, denn sie wurden speziell an ihre Wünsche und Bedürfnisse angepasst. Aber keine Angst: Der gesamte Guided-Cooking-Prozess (Schritt-für-Schritt-Anleitung durch die Rezepte) bleibt euch natürlich erhalten – nur überarbeitet und topaktuell.

Eine neue Funktion ist der Modus „Offenes Kochen“, über den ihr euch freuen könnt. Dieser ermöglicht euch das Kochen ohne Deckel bei Temperaturen bis zu 100 Grad Celcius. Dabei stoppen die Messer automatisch, was für eure Sicherheit sorgt. Diese Funktion bietet euch den Vorteil, dass ihr während des Kochvorgangs manuell rühren und Zutaten hinzugeben könnt – ganz ohne eine Unterbechung.

Ideal, um den Überblick zu haben, ist die Funktion „Digitaler Zwilling“ – eine automatische Mixtopferkennung. Dieses Feature ermöglicht euch die Kontrolle über euren Kochprozess zu behalten. Ihr erhaltet also den Inhalt in Echtzeit auf euer Display. Alles was also in eurem Mixtopf landet, wird euch auf dem Touch-Screen sofort angezeigt – super praktisch und innovativ.

Wenn euch der Thermomix mal im Weg steht, dann hat der TM7 ein Schieber-Rädchen integriert, das es euch ermöglicht das Gerät durch leichtes Anheben vorne zu bewegen – das vereinfacht das Verschieben auf eurer Arbeitsplatte definitiv. Ebenso wird euch eine weitere Neuerung die Arbeit dem TM7 erleichtern: Das Vorspülprogramm. Das sorgt dafür, dass Teigreste und Co. sich ganz einfach entfernen lassen.

Das sind aber laut Vorwerk längst noch nicht alle Funktionen. Die lang ersehnte KI-Funktion sowie der Sprachassistent, sollen wohl künftig per Update für euch zur Verfügung stehen. Außerdem erwarten euch im Sommer weitere Features – das „Recipe Handover“ und das „App-Monitoring“. Beim „Recipe Handover“ könnt ihr euch bequem ein Rezept in eurer Cookidoo-App auf eurem Handys aussuchen, das Handy anschließend an den Thermomix halten und ganz einfach übertragen. Das „App-Monitoring“ schickt euch dann eine Benachrichtigung auf euer Handy, sobald der TM7 den Kochvorgang beendet hat – super einfach und komfortabel.

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Nachhaltigkeit: Wie umweltfreundlich ist der TM7?

Was viele von euch freuen dürfte: Vorwerk setzt mit seinem TM7 auf Nachhaltigkeit – zumindest was das Material betrifft. Der Mixbehälter der neuen Version besteht zu 30% aus recyceltem Material und ist innen weiterhin aus Edelstahl. Verschiedenes Zubehör, wie der „Gemüse-Styler“ oder der „WunderSlicer“ sollen allerdings nicht mehr kompatibel mit dem Gerät sein. Das steht definitiv nicht mit dem Nachhaltigkeitskonzept in Einklang, das Vorwerk eigentlich verfolgt.

Preis und Verfügbarkeit

Vorwerk hat sich die Kritik zu Herzen genommen und den Launch seines Produktes deutlich früher durchgeführt, als der Beginn des Verkaufsstartes. Der offizielle Verkauf startet nämlich erst fast zwei Monate später – am 7. April 2025, um genau zu sein. Ab sofort könnt ihr das Gerät aber schon vorbestellen, damit es Rechtzeitig bei euch ankommt. Der Preis beläuft sich auf 1.549€ und ist damit nur rund 50€ teurer als sein Vorgänger. Falls ihr euch den TM6 seit dem 27. Januar bestellt habt, könnt ihr gegen den Aufpreis der Differenz, direkt den Nachfolger ordern. Wenn man bedenkt, was der TM7 an neues Features mit sich bringt, ist der Aufpreis definitiv gerechtfertigt.

Obwohl der Preis beim Gerät nur minimal gestiegen ist, wurde das Cookidoo-Abo dafür umso deutlicher erhöht. Mittlerweile zahlt ihr ganze 60€ im Jahr. Trotzdem könnt ihr euch auf eine Vielfalt mit über 100.000 Rezepten aus aller Welt freuen – für Kochbegeisterte sicherlich eine lohnenswerte Investition.

Fazit – Lohnt sich der TM7?

Der TM7 punktet mit modernem Design, größerem Display und innovativen Funktionen wie „Offenes Kochen“ und der automatischen Mixtopferkennung. Zudem arbeitet er leiser und benutzerfreundlicher als sein Vorgänger. Insgesamt bietet er also einige spannende Neuerungen, die für Thermomix-Liebhaber einen großen Vorteil bieten.

Der Preisaufschlag von 50 € ist angesichts der Verbesserungen fair, doch die höhere Cookidoo-Abo-Gebühr und die fehlende Zubehör-Kompatibilität könnten einige stören. Wer bereits einen TM6 hat, muss nicht zwingend upgraden oder kann die nachgereichten Features abwarten. Für Neueinsteiger oder Nutzer älterer Modelle lohnt sich der TM7 aber auf jeden Fall.


Image by Vorwerk

Die Germanistik-Studentin liebt es zu lesen und zu schreiben. Bei den Netzpiloten verbindet sie es mit der Neugier auf digitale Trends.


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